Frühling 2024: Filmempfehlungen

Gemeindebrief
von Nana Frisch I Bild von Jan Vašek auf Pixabay
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Geliebte Köchin – in der Hauptrolle Juliette Binoche. Regie Trán Ang Hung

Der Film spielt im Jahr 1885. Seit 20 Jahren steht die begnadete Köchin Eugénie im Dienst des legendären Gourmets Dodin Bouffant und kreiert mit ihm köstliche Gerichte. Oft bekochen sie in dem schlossähnlichen Haus nur eine kleine Gruppe von (natürlich männlichen) Freunden, die ihre Kochkünste aber sehr zu schätzen wissen. Alleine die erste Szene ist eine fast 20-minütige Dokumentation, wie man mit guten Zutaten und einer toll ausgestatteten Küche wahre Wunderwerke kreieren kann. Eine Melange aus Licht und Wärme und fast ohne Dialog. Draußen schreit ein Pfau, die Sonne scheint und man bewundert die Ruhe, mit der Eugénie diese Köstlichkeiten zubereitet.

Herr Bouffant hätte gerne mehr von ihr, er will sie heiraten…..aber sie will ihre Freiheit nicht aufgeben… doch dann kommt alles anders.

Der Film besticht durch seine tolle Kameraarbeit und das langsame Einfangen von Stimmungen. Achtet drauf, wenn das Licht weggeht… dann hört man auch den Pfau nicht mehr. Aber…..

Ich habe den Film zweimal gesehen und war jedesmal begeistert von den Bildern …. Unnötig zu erwähnen, dass man Hunger bekommt beim Gucken.

One Life – in der Hauptrolle Anthony Hopkins, Regie: James Hawes

Beeindruckendes „Biopic“ über das Leben des Kinderretters Nicholas Winton. Er verhalf zu Beginn des zweiten Weltkrieges 669 meist tschechischen Kindern zur Flucht nach England. In Eigeninitiative sammelte er Geld und fand Pflegeeltern, so dass diese Kinder in Sicherheit aufwachsen konnten. In Rückblenden wird ergreifend dargestellt, was für eine Heldentat das war. Am Ende gelingt es einem Fernsehsender in den 90er Jahren, diese Kinder aufzuspüren und mit ihm zusammenzubringen – nehmt Taschentücher mit.

Biopic=Verfilmung des Lebens (oder wichtiger Teile des Lebens) einer Person, die tatsächlich gelebt hat.